Cyberangriff auf Online-Händler Asos Am 6. Oktober 2026 wurde der britische Online-Modehändler Asos Opfer eines Cyberangriffs. Eine Hackergruppe namens „Xuanye Group“ kompromittierte eine von Asos genutzte Drittanbieter-Plattform für die Kundenkommunikation. Anschließend versendeten die Täter über die offizielle mobile App nicht autorisierte Push-Benachrichtigungen mit dem Titel „Asos hacked“ an zahlreiche Nutzer. Darin behaupteten sie, die Snowflake-Instanz des Unternehmens kompromittiert zu haben und drohten mit der Veröffentlichung von Daten. Asos bestätigte, dass auf grundlegende personenbezogene Daten wie Namen und Kontaktdaten zugegriffen worden sein könnte. Zahlungsinformationen und Passwörter waren nach Unternehmensangaben nicht betroffen. Nachtrag vom 08.10.2026: Die Hacker verschafften sich den Zugriff, indem sie eine Social Engineering-Kampagne gegen einen Angestellten starteten – erfolgreich, wie sich zeigte. Sie gaben sich als eine bekannte Kontaktperson aus und erschlichen sich so Zugangsdaten. Nachtrag vom 12.10.2026: Am 10. Oktober informierte Asos betroffene Kunden auch in Deutschland über den Vorfall. Der Mitteilung nach wurden tatsächlich keine Zahlungsdaten oder Passwörter kompromittiert. Das Unternehmen warnt vor Phishingversuchen.
Ransomware-Angriff: Universität Rostock
Ransomware-Angriff: Universität Rostock Am 7. Oktober 2026 listete die Ransomware-Gruppe Panzer die Universität Rostock auf ihrem Opferportal. Die Täter behaupten, 120 GB an Daten exfiltriert zu haben. Der Hochschule bleibt Zeit bis zum 27. Oktober, um auf die Forderungen der Hacker einzugehen, andernfalls droht die Veröffentlichung der kompromittierten Informationen.
Ransomware-Angriff: Grunenwald
Ransomware-Angriff: Grunenwald Am 6. Oktober 2026 nahm die Ransomware-Gruppe Lockbit5 den französischen Anzeigetafel-Hersteller Grunenwald auf ihrem Darknet-Blog in die Liste der Opfer auf. Details zur Beute blieben aus, doch die Hacker hinterließen eine klare Deadline bis zum 21. Oktober – andernfalls droht die Veröffentlichung der angeblich abgegriffenen Firmeninterna. Für das Unternehmen läuft damit die Zeit, um herauszufinden, ob hinter der Drohung Substanz steckt oder nur das übliche Erpressungsspiel.
Cyberangriff auf Kühlanlagen
Cyberangriff auf Kühlanlagen Eine Cyber-Attacke auf vernetzte Kühlsysteme hat in Frankreich massive Schäden verursacht. Betroffen waren mehrere große Supermarktketten, Lebensmittel mussten entsorgt werden. Hacker haben die vernetzten Kühlsysteme zahlreicher französischer Supermärkte aus der Ferne manipuliert. Nach Angaben der betroffenen Unternehmen traf die Attacke bis zu 200 Filialen von Intermarché und knapp 100 Märkte von Coopérative U. Ein Sprecher von Intermarché erklärte, die Angreifer hätten dadurch „das Abtauen der Kühlanlagen“ ausgelöst. Auch die französische Staatsanwaltschaft spricht von einem „groß angelegten Cyberangriff auf die vernetzten Kühlsysteme mehrerer großer Lebensmittelmärkte im ganzen Land“. Eine auf Cyberkriminalität spezialisierte Einheit hat die Ermittlungen übernommen. In einigen der betroffenen Supermärkte soll infolge der Attacke sogar ein Feuer ausgebrochen sein. Kühlanlagen heizten sich auf bis zu 50 Grad auf Kühlanlagen verfügen über eine automatische Abtaufunktion, die angesammelten Frost entfernt. Nach Angaben von Experten können solche Systeme beispielsweise so programmiert werden, dass sie innerhalb von 24 Stunden für zwei Stunden abtauen. Die Angreifer veränderten diese Einstellung jedoch und ließen den Vorgang ohne Unterbrechung laufen. Nach einem Bericht von „BFMTV“ erreichten die Systeme dabei Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius. Betroffen waren demnach Kühlsysteme des dänischen Herstellers Danfoss. Neben Intermarché und Coopérative U traf die Attacke auch Märkte von E.Leclerc, Monoprix und Carrefour. Lebensmittel im Wert von Millionen Euro betroffen Durch die manipulierten Kühlanlagen verdarben große Mengen gekühlter und tiefgefrorener Lebensmittel und mussten entsorgt werden. Wie hoch der Gesamtschaden ausfällt, steht nicht abschließend fest. Medienberichten zufolge dürfte er sich jedoch auf mehrere Millionen Euro belaufen. Intermarché zufolge greifen Versicherungen bei solchen Schäden nicht. Wie gravierend die Folgen für einzelne Filialen sein können, zeigt ein Intermarché im elsässischen Hagenau. Dort ging offenbar der komplette Bestand an Tiefkühlprodukten verloren. Allein dieser Schaden soll sich auf rund 50.000 Euro belaufen.
